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UKG33  Jacaranda
Aus meiner Kurzgeschichten-Sammlung. Erinnerung an die Badeferien vom Juni 2018 an der Costa Brava.
Der "Blaue Wunderbaum" in der Giverola-Bucht war ein besonderes Erlebnis. Er hat mich durch seine  Farbenfülle als Maler und als Lyriker berührt. 

Hier ein Link, der ahnen lässt, zu was für einem berauschenden Erlebnis eine solche Begegnung werden kann: https://www.ebay.com/itm/Blue-Jacaranda-Jacaranda-Mimosifolia-Tree-Seeds-Spectacular-Flowers-Fast-/281011607029
 
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In der Bucht von Giverola, an der Costa Brava, steht der Baum. Eingerahmt von Felswänden, die am morgen neapelgelb in den ersten Sonnenstrahlen aufleuchten während die Wellen aus smaragdfarbenem Grund heranrollen und schäumend sich in bunten Kieseln verlieren. Das ausgetrocknete Grün von Koniferen, Korkeichen und Oliven klettert über staubtrockene Gräte und Runsen hoch. Am Fuss, im kargen Grund tief verankert, erheben stolz die Palmen ihre Häupter, spiegeln sich als Postkarten-Motive im Wasser, durchfurchen Reihen von Kumuluswolken über den Kulissen ferner Erhebungen, baden im blassen Sonnenblau eines sommerlang ausgeglühten Firmamentes.

Inmitten dieser Idylle steht er, der blaue Wunderbaum, seit dem Eintreffen der ersten Sommergäste übersäht von blauen Blüten, die in Form und Farbe so sehr unserem Enzian ähneln, den wir im Engadin hinter uns gelassen haben. Dieses Jahr in ungewohnter Fülle, als wollten die zwei miteinander über Dutzende von Breiten- und Längengraden und Hunderte von Kilometern hinweg um eine Auszeichnung der Touristiker für den gefälligsten Blumenschmuck wetteifern.

Auf den Fliesen kehrt jeden Morgen, bevor die ersten Frühaufsteher schlaftrunken durch den Sandstrand tappen, der Hotelgärtner den blass-enzianblauen Blütenteppich zusammen, damit niemand auf dem Schlick verwesender Blütenblätter ausgleite. Er ist einer der wenigen, der den Namen des wundersamen blauen Baumes kennt: Jacaranda. Er weiss, dass der blaue Wunderbaum zwei Sommermonate lang seine Blütenpracht verschwenderisch in den Wind streuen wird, während auf den Gartenwegen weisse und rosafarbene kelchförmige Oleanderblüten den Weg zum Strand weisen.

Am Strandweg reihen sich ein halbes Dutzend Liegestühle in der Schattenoase des blauen Baumes. Farbige Badetücher markieren eifersüchtig gehütete Territorialansprüche: Ein Student starrt dort auf sein Tablet, als wäre trotz Ferienkalender lernen wichtiger als leben; sonnenhungrige junge Weiblichkeit mit Andeutungen einer neuen, noch sparsameren Bademode paradiert unbeachtet vorüber. Die Nona geht seit dem frühen Morgen Sudoku-Zahlenreihen durch; die Mutter krabbelt mit buntlackierten Fingerspitzen über eine Miniaturtastatur; während der Enkel nebenan mit der Spielzeugschaufel Wasser aus dem verpissten Kinderplanschbecken schöpft und trinkt. Männer tauschen Fussball-Nachrichten aus. Ein altes Ehepaar starrt zwischen Palmwedeln aufs offene Meer hinaus, wo ihre fernen Träume im Dunst der Zeit zerfliessen. Niemand sieht ihn, den blauen Wunderbaum.  
 
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Seit 23.09.2016 hat die Gemeinde Landquart (Ortschaften Igis, Landquart, Mastrils) einen Kulturverein. Die Jahres-Mitgliedschaft kostet 20.- Fr. Weitere Angaben siehe auf der Seite "Links". Anlässe auf meinen Seiten "Literatur Aktuell/Archiv", "Malerei Aktuell/Archiv" oder auf der home page des Kulturvereins, www.kulturlandquart.ch 
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Bildergalerie  
Nachfolgend eine Galerie der von mir gemalten Ölbilder. Aus technischen Gründen beschränke ich mich auf jene, die in meinem Besitz geblieben sind.
Neue Gliederung nicht mehr chronologische, sondern nach: Kernbestand (10%), Nachlassbestand (30%), übrige. Die Übrigen werden nach und nach überarbeitet oder vernichtet.
Die Gemälde im Kernbestand können vergrössert betrachtet werden, durch Anklicken der rechten Maustaste, dann "Ansicht zeigen". Übrige Bilder: Zeiger aufsetzen, wichtigste Daten werden angezeigt. Anklicken: zeigt Bild in der Vergrösserung.

A) Kernbestand
015 Herbst 49,5x50 1960/61
015 Herbst 49,5x50 1960/61
019 Stilleben 14,5x21 1962
019 Stilleben 14,5x21 1962
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045 Klavier 50x80 07.1982
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119 Igiser Ausblick 100x62 12,2003
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123 Heimkehr der Fischer 60,5x52 01.2004
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140 Lägh Cavlotsch 100x62 04.2004
image-8275733-167_Casale_Marittimo_52x60,5_11.2004.JPG
167 Casale Marittimo 52x60,5 11.2004
image-8355998-223_Fischer_am_St.Moritzersee_80x60_3.2006.jpg
223 Fischer am St.Moritzersee 80x60 03.2006
image-8356028-260_Joucas_2_60x50_10.2006.JPG
260 Joucas Provence 60x50 10.2006
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271 Serenissima 2007 60x50 04.2007
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281 Riva degli Schiavoni 2007 50x60 05.2007
image-8356100-298_Malen_ander_Maira_60x50_7.2007.JPG
298 Malen an der Maira 60x50 07.2007
image-8356130-309_Via_Tripoli_2_80x60_1.2008.jpg
251 Strandleben 60x50 2006
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370 Campi Sal. LE 60x50 01.2009
image-8356136-313_Azhimala_(Studie)_A5_2.2008.w640.jpg
313 Azhimala Strand Kerala A5 02.2008
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471 Blumengarten 100x100 11.2011
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484 Winter im Prättigau 60x50 02.2012
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490 Chur Arcas 50x60 05.2012


B) Nachlassbestand


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image-8273402-028P_Santa_Maria_delle_Grazie.w640.jpg
Entsetzlicher Frevel
Ich habe es gewusst, aber nicht wahrhaben wollen: Das Wandgemälde "Santa Maria delle Grazie" (Mailand, Werkverzeichnis Nr. 28) existiert nicht mehr. Ich habe es 1972 im Format 266x158 cm mit Ölfarben direkt auf die Wand unserer Churer Eigentumswohnung an der Scalettastrasse gemalt. Nun ist mir zur Gewissheit geworden, dass der Nachbesitzer es hat vernichten lassen. Ich kann einen solchen Frevel nicht  begreifen. Bin fassungslos. Soll ich dem Täter böse sein? Er kann wohl nichts dafür, dass er so beschränkt ist...